Talentschmiede Goetheschule

3 Mal super!

08.03.2022 | Übersicht

Drei Projekte bei Jugend forscht erfolgreich


Auch in Pandemiezeiten zeigen Schülerinnen und Schüler der Goetheschule ihr Interesse und ihre Begeisterung für die Forschung und Wissenschaft. So traten beim Regionalwettbewerb Rhein-Main West von Jugend forscht gleich drei Forschungsteams an, um ihre Ergebnisse den Fachjurys in virtuellen Jurygesprächen zu präsentieren. Auch die Siegerehrung dieses von den Patenunternehmen Provadis und Senckenberg veranstalteten Wettbewerbs fand am Folgetag online statt.

Leonie Zahn (15) und Nevena Milenkovic (13) untersuchen in ihrem Projekt Lampenflora als Bedrohung von Tropfsteinhöhlen die Auswirkungen von künstlichem Licht und dem dadurch auch entstehenden Bewuchs auf die Gesteine. Hierzu schaffen sie im Labor Höhlenbedingungen wie die erhöhte Luftfeuchtigkeit und studieren systematisch den Einfluss verschiedener Lichtquellen. Zielgerichtet möchten sie das Problem unbedingt lösen, dabei überzeugten sie die Jury mit ihrer methodischen Vorgehensweise und gewannen damit einen dritten Platz im Fach Biologe.

Yuanzhen Sun (16), Lucia Krause (15), Branko Ivanic (16) widmen sich im Fachgebiet Physik dem sogenannten Mpemba-Effekt. Hierunter versteht man das überraschende Phänomen, dass heißes Wasser unter bestimmten Bedingungen schneller gefrieren kann als kaltes. Durch Programmierung und numerische Studien kamen sie dem Verständnis dieses Problems einen großen Schritt näher. Der Physik-Juror Prof. Udo Müller-Nehler, gleichzeitig Beauftragter des Patenunternehmens Provadis, sprach bei der Würdigung dieser Arbeit, die mit dem zweiten Platz ausgezeichnet wurde, von einem typischen Beispiel aus der Talentschmiede der Goetheschule Neu-Isenburg.

Fast schon alte Hasen sind Sergey Ermakov (19) und Michael Stezaly (17), die für die Weiterentwicklung ihres Projekts Minerva – Plasmaantrieb der Zukunft mit dem ersten Platz im Fach Physik ausgezeichnet wurden und somit für den Landeswettbewerb im April qualifiziert sind.

Ein weiterer Sonderpreis ging an den Betreuer Andreas Fäth als besonders engagierter Talentförderer. Der Physik-, Chemie- und Mathematiklehrer leitet die Jugend forscht AG an der Goetheschule mit großem Tatendrang.

Zwar wünscht sich nicht nur der Beauftragte von Senckenberg, Willem Warnecke, den Wettbewerb in Präsenz zurück, mit Experimenten zum Anfassen. Jedoch bietet auch die virtuelle Veranstaltung einen Vorteil. So können auch Familienmitglieder von der Couch aus von Zuhause die kleinen und großen Errungenschaften ihrer Kinder mitverfolgen, wie Sven Soff, Wettbewerbsleiter von Jugend forscht, betont.

Die Siegerehrung kann unter provadis.de/jugend-forscht angesehen werden.